Home

Herzlich Willkommen auf der Homepage der Zeitschrift für sportpädagogische Forschung!

Mit dieser Homepage möchten wir die Informationsmöglichkeiten über die ZSF für alle Interessierten verbessern und die Internetpräsenz der ZSF im Meyer & Meyer Verlag ergänzen. Generell bietet die Homepage ebenso grundlegende Informationen über die Zeitschrift wie spezifische Hinweise für Autoren und Autorinnen sowie Gutachterinnen und Gutachter. Insbesondere an den wissenschaftlichen Nachwuchs richten sich einige Ratschläge, die sich unter der Rubrik “Für Autorinnen und Autoren” finden. Einen raschen Überblick über die bisher erschienen Hefte und Beiträge eröffnet die Rubrik “Ausgaben”. Und wer mehr über die Gründungsgeschichte und HerausgeberInnen der ZSF erfahren möchte, wird im Bereich “Über uns” fündig.

 

Liebe Leser:in

In den «über uns» schreiben wir, dass die Zeitschrift das Anliegen verfolgt, «die wissenschaftlichen Diskurse zu den Phänomenen Bewegung, Spiel und Sport in den Perspektiven von Erziehung, Bildung, Sozialisation und Unterricht zu erschließen und zu fördern».

Dies, so scheint es mir, ist wieder einmal besonders gelungen. Die vorliegende Ausgabe des ZSF verdeutlicht die Vielfalt an sportpädagogischen Themen und auch Forschungsmethoden. Sie spiegelt damit auch die Kultur unserer wissenschaftlichen Disziplin wider. Nörgler:innen mögen an dieser Stelle einwenden, dass diese Vielfalt nicht nur positiv zu sehen ist, da Heterogenität im Wettbewerb der Forschungsdisziplinen auch mit Nachteilen verbunden sein kann und nicht alle Leser:innen gleichermaßen anspricht. Diesen Stimmen möchte ich an dieser Stelle widersprechen. Denn dieser vermeintliche Nachteil erweist sich bei genauerem Hinsehen als Vorteil. So lassen sich – frei nach Paul Feyerabend – die vielfältigen Facetten von Bewegung und Sport im pädagogischen Kontext nur durch Pluralität an Themen und Methoden angemessen verstehen. Darum soll es auch in Zukunft immer mal wieder Themenhefte der ZSF geben.

Zu Beginn der aktuellen Ausgabe verfolgt Martin Giese das Ziel, subjektive Konstruktionen von Teilhabehemmnissen blinder und sehbehinderter Schüler:innen im inklusiven Sportunterricht zu rekonstruieren. Dazu hat er 10 sehbehinderte Schüler:innen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Sportunterricht als ein besonders problematisches Fach beschrieben wird. Ohne hier allzu sehr vorwegzugreifen, stehen diese Ergebnisse im Gegensatz zu Ergebnissen internationaler Studien, die diesen Untersuchungsgegenstand meist aus anderen Perspektiven und mit anderen Methoden erfassen. Martin Giese weist damit auf ein (und mehrere) Forschungsdesiderat(e) hin. Sein Beitrag verdeutlicht, dass differente forschungsmethodologische Zugänge nötig sind, um dem vielfältigen Phänomen Sport in multipler Weise gerecht zu werden.

Auch der Beitrag von Christoph Kreinbucher-Bekerle, Martina Kalcher und Barbara Gasteiger-Klicpera beschäftigt sich mit Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen. Sie halten fest, dass der rechtliche Rahmen für Regelklassen zwar klar vorgegeben ist, mit diesem in der Praxis jedoch unterschiedlich umgegangen wird. Um dies zu erfassen, haben sie 50 Elternteile aus dem Bundesland Steiermark (Österreich) zur aktuellen Situation in Regelschulen und den Herausforderungen in Bezug auf bewegungsbezogene Schulfahrten befragt. Auch hier zeigt sich, wie normative Vorgaben auf sportpädagogische Praxen treffen, die es zu untersuchen gilt. Und auch hier zeigen die Ergebnisse, dass das normativ Erwünschte nicht immer dem empirisch Faktischen entspricht.

Christopher Meier hat in einer feldexperimentellen Untersuchung mit fortgeschrittenen Lernenden ein bewegungswissenschaftliches Problem untersucht. Dabei wurden Bewegungsanalogien und explizite Anweisungen als Varianten sprachlicher Anleitungen zur Bearbeitung von Bewegungslernproblemen am Beispiel des Tennis-Aufschlags verglichen. Diese Untersuchung weist auf ein explizit didaktisches Problem hin. Dem Lehren von Bewegung fehlt es – insbesondere im Schulsport – an empirischen Erkenntnissen, die dieses nicht nur effektiver, sondern auch individueller macht.

Abschließend und nochmals mit einem anderen methodologischen empirischen Forschungszugang entwickelt Matthias Wittwer Instrumente zur Erfassung von Fachwissen [CK] und fachdidaktischem Wissen [PCK]. Beide Wissensformen gelten als entscheidend für die Wirkungen von fachspezifischem Professionswissen von Lehrpersonen. Das spannende am Zugang von Matthias Wittwer ist die situative und kontextuelle Verortung von Kompetenzen. Auch hier wird der fachspezifische Bezug deutlich, da ein situationsbezogenes CK (auch in anderen Schulfächern) noch kaum entwickelt worden ist. Die Instrumente sind deshalb nicht nur für im Kontext der durchgeführten Studie (EPiC-PE 3:1) von Bedeutung, sondern weit darüber hinaus auch für andere Studien der fachspezifischen Professionsforschung.

Liebe Leser:in, Sie sehen, es erwartet Sie eine nicht nur inhaltlich, sondern auch forschungsmethodologisch spannende und weit gefächerte Ausgabe der ZSF. Dies ist ganz im Sinne der Herausgeber:innen der ZSF und dies – verzeihen Sie mir dieses Oxymoron – fördert den interdisziplinären Diskurs innerhalb unserer Disziplin.

Für das Herausgeber:innenkollegium im Oktober 2021,

Roland Messmer

 

In eigener Sache….

….sei zudem darauf hingewiesen, dass mit der aktuellen Ausgabe in gewisser Weise eine Ära zu Ende. In der Entwicklungsgeschichte dieser Zeitschrift beauftragten die Sektion Sportpädagogik der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) sowie die Kommission Sportpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) im Jahre 2012 ein Kollegium um Prof. Dr. Wolf Miethling eine wissenschaftliche Fachzeitschrift herauszugeben. Um die Kontinuität dieser Zeitschrift unabhängig von den zunächst Verantwortlichen und die Eigentumsrechte zu sichern, wurde der Verein zur Förderung sportpädagogischer Forschung e.V. gegründet.

Als Verlag, der die Zeitschrift für sportpädagogische Forschung (ZSF) seit 2013 herausgibt, konnte der Meyer & Meyer Verlag gewonnen werden. In der Folge wurden in den vergangenen neun Jahren nicht nur insgesamt 19 Ausgaben dieser Zeitschrift vom Meyer & Meyer Verlag herausgegeben. Vielmehr wurde die Fortentwicklung der Zeitschrift stets verlässlich und konstruktiv durch ihn unterstützt. Diese sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit endet zum Ende dieses Jahres und wir möchten uns ganz herzlich beim Meyer & Meyer Verlag und insbesondere bei Herrn Andreas Mann bedanken, der die ZSF in diesen Jahren seitens des Meyer & Meyer Verlags professionell und engagiert begleitet hat.

Ab dem Jahr 2022 wird die ZSF in der Nomos Verlagsgesellschaft erscheinen. Für Sie, liebe Abonennt:innen, ändert sich dadurch nichts. Sie werden demnächst nach einer Weitergabe Ihrer Daten gefragt und erhalten nach erfolgter Zustimmung weiterhin wie gewohnt die Zeitschrift. Zudem bleibt auch die homepage zur Zeitschrift bis auf Weiteres erhalten. Auch können potenzielle Autor:innen weiterhin über die gewohnte Email-Adresse ihre Beiträge bei uns einreichen, bis wir auf eine neue Zeitschriftenadresse sowie eine neue Micropage vollständig umgestellt haben.

Für das Herausgeber:innenkollegium im Oktober 2021,

Miriam Seyda

 

 Kontaktadresse der Zeitschrift: zsf@uni-flensburg.de