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Herzlich Willkommen auf der Homepage der Zeitschrift für sportpädagogische Forschung!

Mit dieser Homepage möchten wir die Informationsmöglichkeiten über die ZSF für alle Interessierten verbessern und die Internetpräsenz der ZSF im Meyer & Meyer Verlag ergänzen. Generell bietet die Homepage ebenso grundlegende Informationen über die Zeitschrift wie spezifische Hinweise für Autoren und Autorinnen sowie Gutachterinnen und Gutachter. Insbesondere an den wissenschaftlichen Nachwuchs richten sich einige Ratschläge, die sich unter der Rubrik “Für Autorinnen und Autoren” finden. Einen raschen Überblick über die bisher erschienen Hefte und Beiträge eröffnet die Rubrik “Ausgaben”. Und wer mehr über die Gründungsgeschichte und HerausgeberInnen der ZSF erfahren möchte, wird im Bereich “Über uns” fündig.

 

Achtung – neue Email Adresse: zsf@uni-flensburg.de 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in diesen Tagen halten Sie das zweite Heft  des Jahrgangs 2020 der ZSF in Händen, in dem Sie wieder einmal eine Neuerung finden werden, die der Weiterentwicklung unserer Zeitschrift dienen soll. Mit dem neuen Beitragsformat des wissenschaftlichen Essays möchten wir insbesondere die Diskussion in der scientific community anregen und erweitern, indem wir einen größeren Spielraum für pointierte Standpunkte, Perspektiven, Argumente und Reflexionen eröffnen.

Ein außerordentlich anregendes Beispiel für die Möglichkeiten dieses neuen Beitragsformats bietet der Essay von Jörg Thiele, der mit Blick auf Phänomene der Digitalisierung und ihrer ebenso weitreichenden wie radikalen Herausforderungen die Potenziale anthropologischer Argumentation luzid auszuleuchtet. Seine Aktualisierung des (in der deutschen Sportpädagogik) traditionellen anthropologischen Zugangs eröffnet in der Verknüpfung mit hoch dynamischen gesellschaftlichen Herausforderungen neue Blicke auf eine sich wandelnde Körperlichkeit. Im zweiten Beitrag bilanziert Jürgen Schwier die Forschung zum informellen Jugendsport und diskutiert dessen zentrale Gesichtspunkte der Gemeinschaftsbildung, der Raumaneignung und des jugendkulturellen Stils, um zukünftige Entwicklungen im Horizont von Digitalisierung, Homogenisierung und Heterogenisierung sowie Vereinnahmung und Autonomie zu skizzieren. Mit der Professionalität und Professionalisierung von Sportlehrkräften setzen sich Julia Hapke und Colin Cramer auseinander und eröffnen durch den Ansatz der Meta-Reflexivität neue Einsichten in die domänenspezifische Auslegung des fachlichen wie bildungswissenschaftlichen Professionalisierungsdiskurses. Das Schweizer Autorenteam um Benjamin Rubeli und Esther Oswald berichtet über die systematische Evaluation eines mehrmonatigen Lehrkräftetrainings zu einer selbstkonzeptförderlichen Unterrichtsgestaltung. Der Beitrag erweitert sowohl die sportpädagogische Selbstkonzept- als auch Unterrichtsforschung, indem er die Wirkungen des Programms ausgesprochen differenziert im Hinblick auf das Wissen und Handeln der Lehrkräfte, aber auch auf der Ebene Schülerwahrnehmung prüft. Im Feld der Professionsforschung ist der Beitrag von Daniel Schiller anzusiedeln: In seiner qualitativen Studie identifiziert er individuelle wie kollektive, explizite wie implizite Dimensionen des Handelns von Sportlehrkräften. Vor diesem Hintergrund rekonstruiert er das Leitbild des männlichen Sportlers, erörtert dieses spezifische Muster im Hinblick auf seine perpetuierende Wirkmächtigkeit und erweitert so bedeutsam die fachkulturelle Forschung in der Sportpädagogik. Eine neue sportpädagogische Perspektive eröffnet schließlich der Beitrag von Fabienne Bartsch, die anhand von Interviews mit Sportlehrkräften gesellschaftliche Diskurse zu geflüchteten Schülerinnen und Schülern rekonstruiert und in den Kontext eines postkolonialen Zugangs stellt.

In eigener Sache sind schließlich substanzielle Veränderungen im Herausgeberkollegium der ZSF anzuzeigen: Erin Gerlach und Jörg Thiele werden nach vierjähriger Mitgliedschaft zum 31. Dezember aus dem Kreis der Herausgeberinnen und Herausgeber ausscheiden, ebenso wie Rüdiger Heim, der seit 2013 dem Kollegium angehörte und die vergangenen vier Jahre die Funktion des Editor-in-Chief wahrgenommen hat. Neu in das Kollegium hat der Verein zur Förderung sportpädagogischer Forschung e.V. Elke Grimminger-Seidensticker (Paderborn), Hilke Pallesen (Halle-Wittenberg, z.Z. Bremen) und Tim Heemsoth (Hamburg) berufen. Ihnen gratuliere ich herzlich zu dieser Ernennung, danke für ihre Bereitschaft in dieser Funktion mitzuwirken und wünsche dem gesamten neuen Herausgeberkollegium viel Erfolg!

Abschließend erlauben Sie, liebe Leserinnen und Leser, mir einige wenige persönliche Worte: Die Mitarbeit im Herausgeberkollegium der ZSF war mir in den vergangenen acht Jahren eine ebenso bedeutsame wie freudvolle Aufgabe, während der ich etliches habe lernen und meinen wissenschaftlichen Blick habe weiter schärfen können. Daher sei an dieser Stelle den ausscheidenden Kollegen Erin Gerlach und Jörg Thiele für ihre engagierte Unterstützung, die vielen kritischen wie konstruktiven Hinweise und Anregungen ausdrücklich gedankt. In gleichem Maße gilt mein Dank Ilka Lüsebrink, Miriam Seyda und Roland Messmer, die im Herausgeberkollegium verbleiben und für Kontinuität sorgen werden. Besonders bedanke ich mich bei Andreas Mann, der seit der ersten Ausgabe im Meyer & Meyer Verlag umsichtig und tatkräftig dafür sorgt, dass alle Hefte pünktlich und tadellos erscheinen. Dazu beigetragen haben hier in Heidelberg zudem wesentlich Nina Wennesz und Cornelius Holler, ohne deren studentische Mitarbeit weder die Hefte noch die Homepage die gewohnte Qualität erreicht hätten – auch Ihnen herzlichen Dank!

Heidelberg, im November 2020

Rüdiger Heim

 

 Achtung – neue Email Adresse: zsf@uni-flensburg.de